Foto aktion ich still wo ich will
Von München ausgehend erobert eine Initiative den ganzen deutschsprachigen Raum. Niemals hätten die Initiatorinnen Anika Krickl, Sigrid Böhm und Britta Fuchs geahnt, dass ihre Aktion so eine Welle auslösen wird. Ihre erste Aktion fand im Februar 2026 in München statt. Mittlerweile haben Frauen (vorwiegend Fotografinnen) in über 80 Städten zum Mitmachen aufgerufen. Mehr Infos zur ganzen Kampagne findet man auf https://www.ichstillwoichwill.de
Auch in Eisenstadt
Ein kurzer Online Aufruf meinerseits über Instagram genügte und viele Mamas haben sofort Interesse bekundet. Die positive Resonanz war groß. Am 1. Oktober 2026 war es auch in Eisenstadt so weit. Gemeinsam mit stillenden Mamas waren wir insgesamt 15 Frauen und 14 Stillbabys. Ziel war es, Stillbilder an verschiedenen öffentlichen Orten zu schaffen. Im Park, auf der Einkaufsstraße, in verschiedenen Geschäften und auf Plätzen sind unzählige Stillbilder und Einzelporträts entstanden. Mit dem Ziel, diese Bilder für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz online, auf Social Media sowie in der lokalen Presse zu veröffentlichen.
Geschäfte in der FUZO
Ein Teil der Bilder ist in Geschäften entstanden, die uns sehr herzlich willkommen geheißen haben – im Weltladen, bei GEA Eisenstadt und im Stadtkind haben wir ganz unbekümmert gestillt und fotografiert. Danke nochmals an dieser Stelle, dass stillende Mamas immer willkommen sind.
Aufmerksamkeit
Unterwegs in Eisenstadts Fußgängerzone mit Tragen und Kinderwagen war uns die Aufmerksamkeit vieler Menschen sicher. Viele haben uns unterwegs gefragt: „Ja, ist denn so eine Aktion im Jahre 2026 noch notwendig?“ Die traurige Antwort: Ja, das ist sie. Die Kommentare online und offline von vielen Menschen zeigen eindeutig: Es ist notwendig.
Busen triggert
Die weibliche Brust ist ein offensichtlicher Trigger für viele – sowohl für Männer als auch für Frauen. Wir Frauen sollen stillen, wird uns immer wieder nahegelegt. „Aber bitte doch nicht hier“ – musste sich schon manche Frau anhören. Wir schließen Mütter und Kinder aus, wenn wir sie uns auf die private Couch oder in Hinterzimmer wünschen, um ihr Kind zu stillen.
Bilder schaffen Realität
Stillen im öffentlichen Raum sollte normal sein. Darum brauchen wir Bilder. Um Stillen im Alltag sichtbar zu machen. Denn Bilder prägen unsere Wahrnehmung. Und ich sehe es als meine Verantwortung als Fotografin und Mutter, realitätsnahe Bilder zu zeigen.
Geben wir den Frauen und stillenden Müttern Sichtbarkeit.
Danke und Hinweis
Danke an die Initiative @ichstillwoichwill. Danke allen Frauen für die Unterstützung. Wir sind viele.
Und noch eine Info für alle Mütter, die sich durch diese Aktion vielleicht nicht verstanden fühlen: Hier geht es um die Sichtbarkeit von stillenden Müttern. Keine Wertung. Nicht jede kann oder will stillen.
- Egal, ob du stillst.
- Wann du stillst.
- Wie lange du stillst.
- Wo du stillst.
- Wie du stillst.
- Wie oft du stillst.
Es sollte normal sein, dass Mutter und Kind das für sich entscheiden.